Noch neunmal schlafen und das 11. Internationale Klausenrennen wird am Freitag, 27. September 2013, offiziell auf dem Landsgemeindeplatz in Glarus eröffnet. Nebst den rund 250 angemeldeten Fahrzeugen und Fahrern sind am Rennwochenende 500 Helferinnen und Helfer im Einsatz. Das Klausenrennen ist damit bestens auf den erwarteten Besucheransturm vorbereitet. Spielt das Wetter mit, könnten es bis zu 40'000 sein – so viele wie der ganze Kanton Glarus Einwohner zählt.
Ein Anlass von dieser Dimension braucht eine minutiöse Vorbereitung und Planung. Seit fast einem Jahr arbeiten im Hintergrund Frauen und Männer daran, Anfragen von Fahrerinnen und Fahrern, von Besucherinnen und Besuchern sowie von Medienvertretern abzuwickeln und die ganze Organisation auf die Beine zu stellen. Das Büro des OK Klausenrennen ist mit vier Personen besetzt. Das OK leitet Fritz Trümpi. Der Bauunternehmer hat wie die meisten Helfer auch sein Tagesgeschäft auf dem Programm. Das erfordert von allen ein besonderes Engagement, das nur mit einer gehörigen Portion Leidenschaft möglich ist. Diese Leidenschaft brauchen auch die 500 Helferinnen und Helfer, die am Rennwochenende Hand anlegen. Sei es bei der Verpflegung, an den Tageskassen und Zugangskontrollen, bei der Gästebetreuung und Streckensicherung, auf den Streckenposten und in der Verkehrsführung.
Zum Beispiel OK-Mitglied Marcel Blöchlinger, der im Fahrerlager für die Motorräder und Threewheeler zuständig ist: «Die Vorbereitungsarbeiten für das Klausenrennen sind teilweise sehr intensiv und dürfen nicht unterschätzt werden. Weil ich bereits zum dritten Mal im OK mitwirken darf, fallen gewisse Arbeiten leichter oder gehen besser von der Hand. Man entwickelt mit steigender Erfahrung auch ein Gespür dafür, wo es brennt und wo nicht. In jedem Fall braucht es Enthusiasmus und manchmal auch Nerven aus Stahl. Eine Vorliebe für die alte Technik ist hilfreich, ebenso die Leidenschaft für den historischen Rennsport. Insgesamt überwiegen die positiven Eindrücke und die einmalige Atmosphäre, die nur das Klausenrennen bieten kann. Wer einmal vom Virus Klausenrennen befallen ist, lässt sich wieder engagieren. Ein Beispiel ist die Rückfahrt am Klausenrennen Memorial 2006: Die Fahrer wurden im Zielraum von den Zuschauern und Funktionären mit La-Ola-Wellen und Applaus begrüsst. Diese Eindrücke sowie die strahlenden Gesichter der Fahrer mit Freudentränen in den Augen sind für mich die Entschädigung für den vorgängig geleisteten Aufwand und das persönliche Engagement.»
So wie Marcel Blöchlinger geht es mancher und manchem der 500 Freiwilligen am Klausenrennen. Auch Zivilschutzleistende stehen – zwar nicht gleich freiwillig – im Einsatz, freuen sich aber auf einen etwas ungewöhnlicheren Dienst als üblich. Der Kanton Glarus stellt für das Klausenrennen 700 Manntage seitens Zivilschutz bereit. Die Dienstleistenden sind seit Montag für den Grossanlass im Einsatz und haben in Linthal bereits einen grossen Teil der Tribüne im Start-S und das VIP-Zelt aufgebaut. Helfer der besonderen Art sind auch im Glarner Gewerbe zu finden. Entlang der Hauptstrasse und in den Seitenstrassen der kleinsten Hauptstadt der Schweiz zum Beispiel dekorieren Läden ihre Schaufenster mit Plakaten der historischen Rennen aus den 1920er und 1930er Jahren und mit Miniatur-Oldtimer und machen so Besucherinnen und Besucher, Kundinnen und Kunden auf den einzigartigen Anlass aufmerksam.
Ob Helferinnen und Helfer, Zivilschützer, Fahrerinnen und Fahrer, Kooperationspartner, das Gewerbe oder ganz einfach Besucherinnen und Besucher: Sie geben dem Klausenrennen ein Gesicht und setzen alles daran, ein einmaliges und unvergessliches Grossereignis auf die Beine zu stellen. Ein Grossereignis, das nur dank dem Zusammenspiel aller Beteiligten möglich wird.


