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Keine Bilder? Webversion Liebe Leserinnen und Leser Fragen danach, wer zur Schweiz gehört und welche Vorstellungen von ihr zählen, beschäftigen das Land derzeit stark. Sie sind Teil eines Abstimmungskampfs, in dem wir einmal mehr die Frage nach der Zuwanderung verhandeln. Ich verfolge diese Debatten mit Aufmerksamkeit, auch weil ich selbst weiss, was es bedeutet, als Zugezogener in der Schweiz eine Heimat zu finden. Ich bin in Dänemark geboren und habe einen Teil meiner Kindheit und Jugend in Grönland und Italien verbracht. 1998 wurde mein Bürgerrechtsgesuch angenommen und zwei Tage später konnte ich mich im Thurgau als Gemeindepräsident bewerben. Das Rütli ist für mich ein Ort, an dem Fragen nach Herkunft und Zugehörigkeit einen anderen Klang bekommen. Manche verbinden mit dieser Wiese vor allem einen Nationalmythos und halten deshalb Distanz. Bei der SGG möchten wir das Rütli für alle öffnen: Es gehört allen, die sich für dieses Land interessieren, ob mit Migrationsgeschichte oder mit einem Stammbaum, der bis zu den Alten Eidgenossen zurückreicht. Das zeigt sich besonders am 1. August, wenn Menschen verschiedener Herkunft, Kulturen und Lebenswelten zur Bundesfeier zusammenkommen. Dieses Jahr stellen wir die Feier unter das Motto «Kleidersprachen». Kleidung hat eine eigene Sprache, die von Zugehörigkeit, Stolz und Identität erzählt. Wer genau hinsieht, erkennt in Tracht, Uniform, Sari oder Vereinstrikot dasselbe Grundmuster: den Wunsch, sichtbar Teil von etwas zu sein. Wir freuen uns, dieses Jahr die Schweizerische Trachtenvereinigung als Gastorganisation begrüssen zu dürfen, die 2026 ihr 100-jähriges Jubiläum feiert. Die Festrede hält Bundespräsident Guy Parmelin. Das Vorprogramm nimmt das Motto wörtlich: Ein Videotrail zeigt Menschen, die über ihre Kleidung und ihre Bedeutung sprechen. Eine Plakatausstellung beleuchtet die reiche Geschichte der Schweizer Trachten. Und eine Modeschau erkundet, wie Kleidertraditionen heute neu gelesen werden können. Wenn Menschen verschiedener Hintergründe auf dem Rütli zusammenkommen und feiern, ist das für uns gelebte Demokratiekultur. Ich freue mich, wenn Sie mit uns mitfeiern. Melden Sie sich ab heute bis am 20. Juli kostenlos an.
Bundesfeier 2026: Viele Stile, eine SchweizIm Editorial haben Sie bereits einen Einblick in das diesjährige Motto der Bundesfeier erhalten. Die Frage, wie Zugehörigkeit sichtbar wird und wie Menschen ihre Verbundenheit mit der Schweiz ausdrücken, zieht sich durch das Programm auf dem Rütli. Auf dem Rütli wird am 1. August sichtbar, wie viele Kleidersprachen die Schweiz spricht – in Tracht, Uniform oder Alltagskleid, getragen von Menschen, die aus der ganzen Schweiz zusammenkommen. Wir freuen uns auf Sie.
Die SGG das ganze Jahr überDie Bundesfeier ist für viele der sichtbarste Anlass der SGG. Unsere Arbeit geht jedoch weit darüber hinaus und begleitet Menschen und Projekte das ganze Jahr über. Nur ein paar Beispiele: 2025 erhielten 193 Menschen Unterstützung durch die Einzelfallhilfe, 41 zivilgesellschaftliche Projekte haben wir über unsere Projektförderung ermöglicht. Wir haben uns für das generationenübergreifende Zusammenleben eingesetzt und 124 jungen Menschen ein Mentorat vermittelt, das sie beim Einstieg ins Berufsleben unterstützt. In Solothurn und Altdorf begleiteten wir Gemeinden durch moderierte Dialoge in polarisierten Konflikten, und im Rahmen des Netzwerks «Unternehmen für Demokratie» brachten wir 140 Lernende ins Gespräch über Demokratie und Zukunft. Was die SGG sonst noch bewegt hat im letzten Jahr, lesen Sie im Geschäftsbericht. Wir stellen unsere Mitglieder vorDie Arbeit der SGG lebt von Menschen, die sich für gesellschaftlichen Zusammenhalt engagieren und den Verein mittragen. Einige unserer Mitglieder möchten wir in einer losen Reihe näher vorstellen. Den Auftakt macht Peter Gottwald, ehemaliger deutscher Botschafter in Bern und seit einigen Jahren Schweizer Bürger. Im Gespräch erzählt er, was ihn an der Schweiz besonders beeindruckt, weshalb Gemeinsinn für ihn zentral ist und warum gesellschaftlicher Zusammenhalt immer wieder neu gepflegt werden muss.
Einsamkeit und Zusammenhalt: Warum Generationensolidarität zähltEinsamkeit ist ein Phänomen, das Menschen jeden Alters treffen kann. Zum Tag der Generationensolidarität am 29. April gingen wir der Frage nach, warum Einsamkeit zunimmt und was dazu beitragen kann, dass Menschen über Generationen hinweg wieder näher zusammenrücken.
Zwischen Vorlesungen und Prüfungsstress: Freiwilliges Engagement in der UniversitätAuch an Hochschulen zeigt sich, wie wichtig Mitgestaltung und Verantwortung für das Zusammenleben sind. Wer sich neben dem Studium engagiert, lernt, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen. Andreas Müller, Leiter Freiwilligenarbeit der SGG, spricht darüber, weshalb freiwilliges Engagement weit über den Hochschulalltag hinauswirkt. Neues aus unseren ProjektenVon Projekten über Interviews bis hin zu besonderen Einblicken in unsere Arbeit: In dieser Rubrik erfahren Sie, was sich bei der SGG bewegt.
Werden Sie Mitglied bei der SGG!Sie interessieren sich für unsere Arbeit? Dann werden Sie Teil davon! Als Mitglied der SGG stärken Sie Engagement, Solidarität und Zusammenhalt in der Schweiz. Sie unterstützen Projekte, die Menschen in schwierigen Lebenslagen helfen, fördern freiwilliges Engagement und tragen dazu bei, dass neue Ideen entstehen können. Mit einer Mitgliedschaft sind Sie näher dran an unserer Arbeit: Sie erhalten Einblicke in laufende Initiativen, können an der Gesellschaftsversammlung teilnehmen und sich mit anderen Engagierten vernetzen. Kommende Veranstaltungen für Sie 5. Juni 2026, Safranzunft Basel: Viele Menschen wünschen sich mehr Mitsprache in politischen Fragen, während Parlamente und Behörden bei komplexen Themen an Grenzen stossen. Ein Ansatz, um diese Lücke zu schliessen, sind ausgeloste Bürger:innenräte, die auch in der Schweiz bereits erprobt wurden. Genau hier setzt unser Think + Do Tank Pro Futuris an, gemeinsam mit der Stiftung Mercator Schweiz, der Stiftung für direkte Demokratie und Demoscan. Der Kickoff am 5. Juni in Basel bringt Akteur:innen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Stiftungen zusammen. Zur Anmeldung 9. Juni 2026, Berner Generationenhaus: Wie erleben Menschen intergenerationelle Begegnungen in Pflegeeinrichtungen oder Kitas heute – und was braucht es, damit sie langfristig gelingen? Fachpersonen und Erfahrungsexpert:innen diskutieren diese Fragen und laden das Publikum zum Austausch ein. Zur Anmeldung |