Schweizer Markenkongress 2012 

14. Juni 2012 - The Dolder Grand, Zürich

Eine Veranstaltung der ESB Europäische Sponsoring-Börse, htp St. Gallen und der Universität St. Gallen

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Wird „Swissness“ zum Wettbewerbsnachteil?

 

Prof. Dr. Jürg Simon, Partner Lenz & Staehelin erläutert beim Schweizer Markenkongress im Vortrag "Wann darf Swissness als Co-Brand gebraucht werden?" die aktuelle Rechtslage und mögliche Konsequenzen für Unternehmen. Im Interview gibt er einen kleinen Vorgeschmack:

 

Inwiefern profitieren Schweizer Unternehmen wenn sie Swissness als Co-Brand benutzen dürfen?

 

Simon: Der Einsatz als Co-Brand macht in der Regel dort Sinn, wo Swissness als „Absender“ positiv besetzt ist und für das Produkteangebot damit einen glaubwürdigen Mehrwert bringt. Schweizer Unternehmen können so neben ihrer eigenen Reputation, die sie durch Eigenleistung schaffen müssen, von der kollektiven Reputation profitieren, für welche Swissness steht.

 

Produkte müssen eine Gewichts-Quote einhalten, um Swissness als Co-Brand gebrauchen zu dürfen, bei Lebensmitteln soll sie z.B. bei 60% liegen. Was genau steckt hinter der Quotenregelung?

 

Simon: Die Gewichtsquote ist noch nicht geltendes Recht. Die entsprechende Regelung befindet sich zurzeit noch in der parlamentarischen Beratung. Am 14. Juni werden wir genauer wissen, wie diese Quote allenfalls aussieht. Mit der Quote wird zum einen versucht, Swissness mit einem glaubwürdigen Leistungsversprechen zu erhalten und Missbrauch zu verhindern. Umstritten ist dabei vor allem, ob sich dieses Ziel mit der Gewichtsquote erreichen lässt, wie hoch diese Quote sein soll, und ob nicht stärker auf den Ort der Lebensmittelverarbeitung abgestellt werden sollte. Zum anderen wird mit der Quote versucht, einen sinnvollen Ausgleich zwischen Freihandelsinteressen, eher protektionistischen Überlegungen und glaubwürdiger Swissness zu finden.

 

Welche Unternehmen würden von dieser Regelung profitieren und für welche könnten sich eher Nachteile ergeben?

 

Simon: Das lässt sich heute noch nicht abschliessend sagen, denn der Teufel liegt bekanntlich in den noch offenen Details und Ausnahmen. Die Interessenlage ist indes recht klar. Die Urproduktion hat ein Interesse an einer höheren Quote, die Verarbeiter an einer tieferen Quote.

 

Vielen Dank für das Interview.

 

 

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Referenten im Portrait

Prof. Dr. Jürg Simon ist Rechtsanwalt und Partner der Kanzlei Lenz & Staehelin in Zürich, sowie Titularprofessor an der Universität St.Gallen. Bis 1996 war er Direktor im Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum. Er ist beratend und forensisch tätig in den Gebieten des Immaterialgüter- und Wettbewerbsrechts.

 

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The Dolder Grand

Der Ballsaal im 5-Sterne The Dolder Grand Hotel bietet den exklusiven Rahmen für die Schweizer Top-Marken. Ab 14:00 Uhr Know-how von innocent, SEAT, Beldona & Co. auf der Hauptbühne im Ballsaal.

 

 

 

 

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Nachhaltigkeit glaubwürdig gestalten

 

Nachhaltige Produkte haben sich von Mode- und Trendprodukten zu anerkannten und fest etablierten Produkten entwickelt, sie sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Grund dafür ist die gestiegene Nachfrage der Konsumenten, die bereit sind dafür auch höhere Preise zu bezahlen. Viele Unternehmen sind sich der Verantwortung bewusst und setzen vermehrt auf Zukunftsweisende Produkt- und Dienstleistungsalternativen.

 

Im Forum "Nachhaltigkeit glaubwürdig gestalten" zeigt Dr. Bettina Kahlert (CEO Climatop) was ein Produkt braucht, um das Climatop-Gütesiegel zu bekommen. Ausserdem im Forum Nina Allemann (Brand Activation Manager Switzerland, Chiquita) und Caroline Healler (Commercial Director Dyson SA) zum Thema Reduktion von CO2.

 

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Starke Marken - Starke Partner

 

Die Top-Brands sind beim Schweizer Markenkongress 2012 wieder dabei. Hier eine kleine Auswahl der Marken:

Mammut, Seat, innocent, Beldona, Chiquita, Dyson, Eternit, Henkel, Narimpex, Nivea, Raiffeisen, Ricola, Zikosan.

 

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