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Liebe Leserin, lieber Leser 

Die Nachrichten der letzten Monate sind schwer zu ertragen. Krieg, Autoritarismus, wirtschaftliche Unsicherheit: Es ist verständlich, wenn man sich angesichts dieser Entwicklungen klein fühlt und versucht ist, sich zurückzuziehen. 

Dass viele Menschen genau das tun, zeigt eine neue Studie unseres Think + Do Tank Pro Futuris, die wir heute veröffentlicht haben: Rund jede vierte Person in der Schweiz ist demokratiemüde. Knapp drei von zehn beteiligen sich kaum am politischen Leben. Die Gründe sind komplex. Doch einer sticht heraus: Wer das Gespräch mit Andersdenkenden meidet, verliert die Bindung an das politische Geschehen. Wer es sucht, bleibt engagiert. 

Genau das ist die Gegenbewegung, die mich hoffnungsvoll stimmt. Unser Freiwilligen-Monitor zeigt: Zwei Drittel der Bevölkerung engagieren sich – im Verein, in der Nachbarschaft, in Projekten. Und wer das tut, profitiert selbst: über mehr soziale Kontakte, ein höheres Vertrauen, eine stärkere Beteiligung am demokratischen Leben. Engagement schützt vor Rückzug. 
 
Die SGG fördert dieses Engagement auf verschiedenen Wegen. Mit unserer Projektförderung unterstützen wir jährlich Dutzende von Initiativen, von Integrationsprojekten über Jugendparlamente bis hin zu Angeboten zur Medienkompetenz. 2025 konnten wir 41 Projekte mit insgesamt 700 000 Franken fördern. All diese Initiativen leben davon, dass Menschen Zeit und Energie einbringen. 
 
Dasselbe Prinzip trägt auch politisches Engagement. Mark Balsiger, Geschäftsführer der Allianz Pro Medienvielfalt, schilderte im Nachgang zur SRG-Halbierungsinitiative eine Geschichte, die mich beeindruckt hat: Ein Bürger meldete sich bei der Kampagnenleitung, weil er der SRG etwas zurückgeben wollte. Er fragte, ob er in seiner Gemeinde Flyer verteilen dürfe. Ein Paket wurde ihm geschickt. Er verteilte das Material in 3000 Briefkästen, allein und freiwillig. 
 
Das deutliche 62-Prozent-Nein zur Halbierungsinitiative, das ein wichtiges Zeichen zum Erhalt einer lebendigen Demokratiekultur ist, entstand durch Menschen wie diesen. 

In diesem Sinne lade ich Sie ein, sich zu engagieren, wo immer Sie können. Im Kleinen, im Grossen, im Verein, an der Urne – oder auch als Mitglied der SGG. Die Demokratie lebt davon, dass Menschen ihr Zeit geben. 

 
 
 
 

Neue Studie: Jede vierte Person in der Schweiz ist demokratiemüde

Zwar fühlt sich rund jede vierte Person in der Schweiz müde und zieht sich aus dem politischen Leben zurück. Doch die Studie zeichnet auch ein hoffnungsvolles Bild: Über 90 Prozent halten es für wichtig oder eher wichtig, in einem demokratisch regierten Land zu leben.

Dieses Vertrauen wirkt wie ein unsichtbares Band, das unsere Gesellschaft zusammenhält. Auch in schwierigen Zeiten – zwischen Krieg, Unsicherheit und Polarisierung – zeigt sich: Demokratie wird geschätzt, und diese Wertschätzung ist die Basis für Engagement, Dialog und Zusammenhalt.

Nicht nur wir nehmen diese Ergebnisse ernst: Auch die NZZ am Sonntag griff die Studie auf und machte deutlich, wie wichtig politische Teilhabe gerade jetzt ist.

Zur Studie
 

Wo Engagement wächst: Die Projektförderung der SGG

Sie haben es im Editorial gelesen: Engagement schützt vor Rückzug – und stärkt damit unsere Demokratie. Die SGG fördert dieses Engagement auf vielfältige Weise und unterstützte 2025 mit ihrer Projektförderung 41 Initiativen mit insgesamt 700 000 Franken.

All diese Projekte leben vom Einsatz vieler Menschen – oft leise, aber mit grosser Wirkung. Stellvertretend für zahlreiche Menschen, die sich in der Schweiz freiwillig engagieren, stellen wir drei geförderte Projekte vor.

Zu den Projekten
 
 
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Die Köpfe hinter der SGG: Tatjana Thomann über Altersdiskriminierung und deren Folgen

Auch die SGG lebt von den Menschen, die täglich ihr Know-how, ihr Herzblut und ihre Ideen einbringen und Projekte vorantreiben. Sie geben der SGG ein Gesicht und zeigen, wie unsere Arbeit konkret Gestalt annimmt.

In unserer neuen Serie «Angeklopft» blicken wir hinter die Bürotüren und zeigen, wer hinter der SGG steht. Den Auftakt macht Tatjana Thomann, Projektleiterin bei Intergeneration: Sie öffnet für uns ihre Tür und gibt Einblick in ihre Arbeit und die Themen, die sie bewegen.

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Jahre kürzer kann unsere Lebenserwartung durch Altersdiskriminierung sein, so die WHO.

 

Altersdiskriminierung richtet sich nicht nur gegen ältere Menschen, sondern betrifft auch jüngere Generationen, betont Tatjana Thomann: «Wer, ob jung oder alt, ständig hört, was ‘in seinem Alter’ angeblich nicht gehe, beginnt irgendwann, selbst daran zu glauben.»

Wie solche Altersbilder entstehen und wie Generationen erfolgreich zusammengebracht werden können, zeigt Tatjana Thomann im Blogbeitrag.

Zum Beitrag
 
 
 

Neues aus unseren Projekten

Von Projekten über Interviews bis hin zu besonderen Einblicken in unsere Arbeit: In dieser Rubrik erfahren Sie, was sich bei der SGG bewegt.

 

Politforum Bern: Dialog gegen Polarisierung

 
 
 
 

Am Politforum Bern diskutierten Isabel Schuler und Lea Suter, wie Polarisierung, Zusammenhalt und Dialog unsere Demokratiekultur beeinflussen.

Ein zentrales Element: der Dialog. Das Projekt «Lasst uns reden» für Gemeinden zeigt, wie wichtig es ist, dass sich in Konflikten alle Beteiligten gehört fühlen.

Lasst uns reden

Engagement kennt kein Alter

 
 
 
 

Im Interview mit ERF Medien erklärt unsere Vizepräsidentin Cornelia Hürzeler, was freiwilliges Engagement ausmacht, wer es trägt – und warum gerade die Generation 62+ besonders aktiv ist, während die Jugendgeneration in den Startlöchern steht.

Zum ganzen Gespräch

Neues Projekt für Generationendialog

 
 
 
 

Die Plattform Intergeneration der SGG startet gemeinsam mit dem Institut für Altersforschung (IAF) ein dialogorientiertes Projekt. Ziel ist es, Strukturen und Zusammenarbeit zu stärken, bestehende Initiativen besser zu unterstützen und generationenverbindende Programme nachhaltig zu fördern.

Mehr zum Projekt

«No hard feelings»: Eine Woche im Gefängnis

 
 
 
 
 

Ulrike Sandner, Leiterin Qualitätsmanagement beim Schulamt Zürich, tauschte für eine Woche ihren Büroalltag gegen das Leben im Gefängnis Limmattal und Horgen.

Dank SeitenWechsel, einem Angebot der SGG, konnte sie mittendrin arbeiten und neue Perspektiven gewinnen – fachlich wie persönlich. In ihrem Erfahrungsbericht erzählt sie, wie diese Woche ihre Sicht auf das Leben verändert hat.

Zum Erfahrungsbericht
 
 
 
 

Werden Sie Mitglied bei der SGG!

Sie interessieren sich für unsere Arbeit? Dann werden Sie Teil davon! Als Mitglied der SGG stärken Sie Engagement, Solidarität und Zusammenhalt in der Schweiz. Sie unterstützen Projekte, die Menschen in schwierigen Lebenslagen helfen, fördern freiwilliges Engagement und tragen dazu bei, dass neue Ideen entstehen können. Mit einer Mitgliedschaft sind Sie näher dran an unserer Arbeit: Sie erhalten Einblicke in laufende Initiativen, können an der Gesellschaftsversammlung teilnehmen und sich mit anderen Engagierten vernetzen. 

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