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KOMPETENZ IN PAPIER

 

Oktober 2026

 
 

Aus dem Vorstand

 

Erfolgreiches ZELLCHEMING-Webinar mit internationaler Strahlkraft

 

Gemeinsam mit dem Verband der Finnischen Papieringenieure hat ZELLCHEMING Anfang September das Webinar „Where Are You Going, Europe – The Competitiveness of the European Paper Industry“ durchgeführt. Mit rund 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Europa stieß die Veranstaltung auf außergewöhnlich großes Interesse und unterstrich die hohe Relevanz der aktuellen Herausforderungen und Zukunftsaussichten der europäischen Papierindustrie.

Die Referierenden beleuchteten die Wettbewerbsfähigkeit der Branche aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Zu den hochkarätigen Vortragenden gehörten Mika Aaltola (Mitglied des Europäischen Parlaments, Finnland), Minna Mentzer (Business Development Director, Metsä Spring) sowie Dr. Matthias Rauhut (CEO des ZELLCHEMING-Mitgliedsunternehmens DREWSEN Holding GmbH). Ihre Impulse lieferten wertvolle Einblicke in die politischen, wirtschaftlichen und technologischen Rahmenbedingungen, die die Zukunft der europäischen Papierindustrie prägen werden.

Die große Resonanz auf das Webinar zeigt eindrucksvoll den Bedarf an einem internationalen fachlichen Austausch innerhalb der europäischen Zellstoff- und Papierindustrie. Durch die Zusammenarbeit der beiden Verbände konnten Expertenwissen, Netzwerke und Perspektiven aus verschiedenen Ländern erfolgreich zusammengeführt werden.

„Der Erfolg dieses Webinars mit rund 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zeigt, wie wichtig der grenzüberschreitende Dialog für unsere Industrie geworden ist. Die Zusammenarbeit zwischen ZELLCHEMING und dem Verband der Finnischen Papieringenieure ist für mich wegweisend. Sie schafft eine starke europäische Plattform für Wissenstransfer, Innovation und den gemeinsamen Blick auf die Zukunft unserer Branche. Solche Partnerschaften werden eine entscheidende Rolle dabei spielen, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Papierindustrie nachhaltig zu stärken.“ 
Dr.-Ing. Frank P. Meltzer, Vorsitzender ZELLCHEMING

Für alle, die das Webinar verpasst haben oder einzelne Vorträge noch einmal ansehen möchten, steht die Aufzeichnung im Webinar-Archiv von ForestBioFacts für registrierte Nutzer zur Verfügung. Interessierte Unternehmen können zudem einen kostenfreien zweiwöchigen Testzugang für ihre Organisation erhalten: https://cstu.io/83e6b1/.

 
 
 
 

Beiratssitzung

 

Der Beirat des Vereins ZELLCHEMING hat in seiner Online-Sitzung am 23. September die strategischen Schwerpunkte für die Jahre 2027 und 2028 festgelegt. Im Fokus stehen die Weiterentwicklung der Expo zu einer sichtbaren „Leistungsschau Papier“, der Ausbau internationaler Kooperationen sowie die nachhaltige Erweiterung von Mitgliederbasis, Nachwuchsarbeit und Finanzierung. Geplant sind unter anderem neue Partnerschaften mit Finnland und europäischen Netzwerken, eine stärkere Positionierung von Women4Paper sowie gezielte Maßnahmen zur Nachwuchsgewinnung. Aufgrund begrenzter Ressourcen sollen 2027 zunächst ausgewählte Pilotprojekte umgesetzt und anschließend für die weitere Entwicklung bewertet werden.

 

Teilnehmer ZELLCHEMING-Beiratsmeeting

 

Dr.-Ing. Frank P. Meltzer                Dr.-Ing. Tiemo Arndt
Vorsitzender                                    2. Vorsitzender

 
 
 

Aus der Geschäftsstelle

 

Fachkräfte gewinnen. Fachkräfte halten. Zukunft gestalten.

 

Wie gelingt es unserer Branche, qualifizierte Mitarbeitende nicht nur zu gewinnen, sondern langfristig zu binden? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Fachtagung „Fachkräfte für die Papier- und Zellstoffindustrie gewinnen und halten“, die wir gemeinsam mit zahlreichen Branchenvertreterinnen und Branchenvertretern diskutieren konnten.

Am 8. und 9. September 2026 veranstaltete der Verband DIE PAPIERINDUSTRIE gemeinsam mit dem Verein ZELLCHEMING und dem Förderverein Papierzentrum Gernsbach (FÖP) die zweitägige Fachtagung „Fachkräfte für die Papier- und Zellstoffindustrie halten und gewinnen“ im Papierzentrum in Gernsbach. Die gemeinsame Arbeit hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig starke Partnerschaften für die Zukunft unserer Branche sind.

Key Takeaways:

✅ Fachkräftebindung ist eine gemeinsame Aufgabe der Branche.
Unternehmen schaffen attraktive Rahmenbedingungen, Netzwerke und Verbände fördern Austausch, Wissenstransfer und Zugehörigkeit über Unternehmensgrenzen hinweg.

✅ Unternehmenskultur bleibt der zentrale Erfolgsfaktor.
Wertschätzung, Entwicklungsperspektiven, offene Kommunikation und Beteiligung sind entscheidend, um Mitarbeitende langfristig zu binden.

✅ Netzwerke schaffen Identifikation und Perspektiven.
Formate wie die ZELLCHEMING-Expo, der Karrieretag, die Fachausschüsse, Regionalgruppen und Women4Paper ermöglichen fachliche Entwicklung und persönlichen Austausch.

✅ Nachhaltige Fachkräftesicherung gelingt nur im Zusammenspiel von Gewinnung und Bindung.
Die Branche muss sich modern, verlässlich und zukunftsorientiert präsentieren, um Talente langfristig zu begeistern.

Unser Fazit: Fachkräftebindung entsteht nicht durch Einzelmaßnahmen. Sie entsteht durch Entwicklungsmöglichkeiten, gelebte Vernetzung, Wertschätzung und die aktive Beteiligung der Menschen, die unsere Branche gestalten. ZELLCHEMING versteht sich dabei als Plattform, die Unternehmen, Fachkräfte, Wissenschaft und Nachwuchs zusammenbringt.

 

von links nach rechts: Andre P.H. Müller, Victoria Scherzinger, Petra Hanke, Dr.-Ing. Frank P. Meltzer

 
 
 

ZELLCHEMING-Expo 2027: Jetzt Standplatz sichern! 

 

Vom 22. bis 24. Juni 2027 wird das RheinMain CongressCenter (RMCC) in Wiesbaden erneut zum zentralen Treffpunkt der papier-, zellstoff- und faserbasierten Industrie. Die ZELLCHEMING-Expo 2027 bringt Technologieanbieter, Anwender, Entscheidungsträger und Nachwuchstalente entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammen und bietet die ideale Plattform für Innovation, Wissenstransfer und Networking.

Sie können Ihre Standfläche ab sofort
online reservieren  oder die Informationsbroschüre hier herunterladen.

 
 
 
 

Aus dem Verein

 

Gemeinsam die faserbasierte Kreislaufwirtschaft gestalten

 

Die Kooperation zwischen dem Verein ZELLCHEMING und dem Global Fibre Congress (GFC) Dornbirn zeigt, wie eng Papier-, Faser- und Textilindustrie heute bereits zusammenarbeiten. Im Mittelpunkt stehen neue Ansätze für die Kreislaufwirtschaft, innovative Recyclingkonzepte und die gemeinsame Nutzung nachwachsender Rohstoffe. Im Gespräch erläutert Friedrich Weninger (im Bild unten ganz rechts), Geschäftsführer des Austrian Fibers Institute und Mitglied des GFC-Programmkomitees, welche Chancen sich aus der Zusammenarbeit ergeben und welche Rolle branchenübergreifende Netzwerke für eine nachhaltige, faserbasierte Zukunft spielen.

 
 

Die Kooperation zwischen Global Fibre Congress (GFC) und ZELLCHEMING hat 2026 weiter an Fahrt aufgenommen. Was macht diese Zusammenarbeit aus Ihrer Sicht so wertvoll?
Friedrich Weninger: Die Verbindung von Faser- und Textilkompetenz des Dornbirn GFC mit der Zellstoff- und Papierkompetenz von ZELLCHEMING schafft großes Potenzial für Innovationen. Beide Organisationen legen besonderen Wert auf wissenschaftliche Inhalte und arbeiten eng mit Forschungseinrichtungen, Universitäten und Industriepartnern zusammen.

Wo sehen Sie die größten Synergien zwischen Textil- und Papierindustrie?
Vor allem auf der Rohstoffseite gibt es große Überschneidungen. Angesichts knapper werdender Ressourcen wird es immer wichtiger, diese Synergien zu nutzen. Gleichzeitig können beide Branchen voneinander lernen, sei es in den Herstellungsprozessen oder bei Anwendungen wie Hygieneprodukten.

Textilabfälle werden zunehmend als wertvolle Rohstoffquelle betrachtet. Welche Chancen ergeben sich daraus für die Papierindustrie?
In Europa fallen jährlich zwischen 7 und 8 Millionen Tonnen Textilabfälle an, darunter rund 3 Millionen an Cellulosefasern. Dieses Rohstoffpotenzial kann von beiden Industrien genutzt werden. Entscheidend sind Faserlänge und Reinheit, doch viele Anwendungen bieten bereits heute interessante Einsatzmöglichkeiten.

Kreislaufwirtschaft war eines der zentralen Themen des Kongresses. Wo stehen wir heute?
Die Papierindustrie zeigt seit Jahren, wie erfolgreich Kreislaufwirtschaft funktionieren kann. Die Textil- und Faserindustrie hat hier noch erheblichen Aufholbedarf. Neben technologischen Fortschritten braucht es vor allem Investitionen und den Mut, neue Recyclinglösungen im industriellen Maßstab umzusetzen.

Welche Rolle spielen branchenübergreifende Netzwerke und Partnerschaften?
Sie sind entscheidend. Oft lohnt es sich, Recyclingmaterialien neu zu denken und nicht ausschließlich innerhalb der eigenen Branche einzusetzen. Gemeinsam können Unternehmen, Forschung und Verbände Lösungen entwickeln, die einzelne Akteure allein nicht realisieren könnten.

Wie sehen Sie die Zukunft von Textil- und Papierindustrie? 
Holz und Zellulose werden künftig noch wertvollere Rohstoffe sein. Meine Vision ist, dass beide Industrien Recyclingfasern mehrfach und branchenübergreifend nutzen sowie gemeinsam neue Prozesse und Produkte für eine nachhaltige, faserbasierte Wirtschaft entwickeln.

Herr Weninger, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

 
 
 

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Webinar Brandrisiken in der Papierindustrie - früh erkennen, gezielt vermeiden

 

Hohe Brandlasten und anspruchsvolle Produktionsprozesse machen den Brandschutz in der Papierindustrie zu einer besonderen Herausforderung. Entscheidend ist deshalb, kritische Wärmeentwicklungen möglichst früh zu erkennen – bevor daraus ein Brand entsteht.

In dem Webinar zeigen Dr. Simon Trippler und Mark Müller des ZELLCHEMING-Mitgliedsunternehmens Orglmeister Brandschutz GmbH & Co. KG im gemeinsamen Dialog, welche besonderen Brandrisiken in der Papierindustrie bestehen und wie intelligente Brandfrüherkennung dabei helfen kann, kritische Temperaturentwicklungen frühzeitig zu erkennen und gezielte Reaktionen einzuleiten.

 
 

Das Webinar – 17.11., 10 Uhr  – verbindet fundierte theoretische Grundlagen mit konkreter Praxiserfahrung: Dr. Simon Trippler bringt seinen wissenschaftlichen Hintergrund und seine Expertise im industriellen Brandschutz ein. Mark Müller ergänzt den Dialog mit langjähriger Erfahrung in der Planung und Umsetzung intelligenter Brandfrüherkennungs- und automatisierter Löschkonzepte. Gemeinsam zeigen sie, wie sich Brandrisiken bewerten und wirksame Schutzkonzepte für die Papierindustrie entwickeln lassen.

Praxisnah, branchenspezifisch und mit Raum für Ihre Fragen.

Melden Sie sich jetzt an.

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Wir freuen uns, auch diesen Monat wieder neue Mitglieder begrüßen zu können!

 

Wir begrüßen im Verein ZELLCHEMING:

  • Nicolaas Brunke, Anssum AG
  • Johannes van Zyl, Anssum AG
  • Dr. Frank Wenig, Steinbeis Papier GmbH
  • Dr. Max Winkler, Technikum Laubholz GmbH
  • Dr.rer.nat. Diana Wischang, SE Tylose GmbH & Co. KG
 
 
 

Gute Gründe für eine ZELLCHEMING-Mitgliedschaft

 

Sigrid Tertinegg, Marketing Manager und Christian Makari, Sales Manager GAW technologies GmbH

Welche Rolle spielt die papier-, zellstoff- bzw. faserbasierte Industrie für Sie/Ihr Unternehmen?
Die Papier- und Zellstoffindustrie steht vor immensen Herausforderungen. Als Unternehmen mit jahrzehntelanger Erfahrung kann GAW technologies bei einigen dieser Herausforderungen unterstützen, denn die Einsparung von wertvollen Ressourcen und effiziente Lösungen zur Verringerung von Produktionskosten sind wichtige Puzzlesteine für eine erfolgreiche Zukunft. Als Firmenmitglied des Vereins ZELLCHEMING e.V. wollen wir auch in diesem Rahmen unsere Expertise einbringen.

 
 

Was hat Sie bewogen, Mitglied bei ZELLCHEMING zu werden?
GAW ist bereits seit vielen Jahren Aussteller auf der ZELLCHEMING-Expo – einem der wichtigsten Treffen im deutschsprachigen Raum für unsere Industrie. So konnten wir diese Plattform bereits sehr gut als Branchentreffpunkt kennenlernen und hautnah miterleben, wie Forschung, Wissenschaft und Industrie hier zusammenkommen. Es ist nun ein guter Zeitpunkt, auch als Firmenmitglied weiter aktiv zu werden und den Verein zu unterstützen.

In welcher Form möchten Sie sich bei ZELLCHEMING einbringen bzw. bringen Sie sich ein?Sigrid Tertinegg: „Ich bin bereits seit vielen Jahren ein Teil der ZELLCHEMING Women4Paper-Gruppe und es ist mir ein Anliegen und gleichzeitig eine Freude, die erfolgreiche Arbeit hier nun auch als Ordentliches Vereinsmitglied fortzusetzen.

Das Netzwerk bietet eine hervorragende Möglichkeit, sich mit talentierten und engagierten Frauen aus das Papier- und Zellstoffindustrie auszutauschen, voneinander zu lernen und sich weiterzubilden.

Im Bereich LinkedIn durfte ich bereits zwei Workshops leiten (in Präsenz auf der ZELLCHEMING-Expo 2025, als auch einen Online Workshop remote). LinkedIn bietet eine großartige Möglichkeit, die eigenen Kompetenzen und Talente seinem Fachpublikum und relevanten Peer-Groups zu zeigen. Gerade für Frauen ist dies z.B. bei beruflichen Auszeiten oder bei nächsten Schritten in der Karriere wichtig, um weiterhin am Ball zu bleiben und seine Expertise zu highlighten.“

 
 
 

Termine

 
  • 27. Oktober 2026
    Sitzung Fachausschuss Altpapierverwertung (RECO)
  • 5. November 2026
    Sitzung Fachunterausschuss Elektro- und Automatisierungstechnik (ENEN2)
  • 6. November 2026
    Tagung Regionalgruppen Nord ZELLCHEMING/VPM
  • 9. November 2026
    Sitzung Fachausschuss Umweltfragen (ENVI)
  • 10. November 2026
    Sitzung Fachausschuss Karton- und Pappenerzeugung (PBTC)
    Sitzung Fachunterausschuss Energie (ENEN1)
  • 12. November 2026
    Sitzung Fachausschuss Datenmanagement (DATA)
  • 25. November 2026
    Sitzung Fachausschuss Ausrüstung und Weiterverarbeitung von Papier und Karton (FPPB)
  • 25.-26. November 2026
    PTS Faserstoffsymposium 2026
  • 22.-23. April 2027
    Sitzung Fachausschuss Anlagen- und Energietechnik (ENEN)
  • 22.-24. Juni 2027
    ZELLCHEMING-Expo
 
Terminkalender
 
 
 
 

Aus den Fachausschüssen

 
 

Fachausschuss Cellulose und Cellulosederivate (CELL) tagte bei Södra in Värö

 

Der Fachausschuss CELL des ZELLCHEMING e.V. traf sich Ende August zu seinem Herbstworkshop und der anschließenden Ausschusssitzung bei Södra Cell Värö in Schweden. Im Rahmen des Workshops diskutierten Mitglieder und Gäste aktuelle Entwicklungen entlang der Wertschöpfungskette von Zellstoff, Cellulose und Lignin. Schwerpunkte bildeten unter anderem Dissolving Pulps aus alternativen Rohstoffquellen, Lyocell-Technologien, Bioraffinerie-Konzepte, die stoffliche Nutzung von Lignin sowie Ansätze zur CO₂-Abscheidung und Nachhaltigkeitsbewertung.

In der Mitgliedersitzung standen darüber hinaus Berichte aus Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu den aktuellen wirtschaftlichen und technologischen Rahmenbedingungen der Branche auf der Agenda. Die Diskussion zeigte deutlich die wachsende Bedeutung von Bioraffinerie-Konzepten, Kreislaufwirtschaft und nachhaltigen Produkten für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der Zellstoffindustrie. Zudem konnten mehrere neue Mitglieder im Fachausschuss begrüßt werden. Die nächste Sitzung soll im Herbst 2027 stattfinden.

 
 
 
 

Fachausschuss Chemische Additive (CHAD) befasst sich mit Wassermanagement und neuen regulatorischen Anforderungen

 

Der Fachausschuss CHAD kam Mitte September bei Koehler Paper in Kehl zu seiner 77. Sitzung zusammen. Im Mittelpunkt stand die Arbeit der Arbeitsgruppe „Wassernutzung für die Additivdosierung“. Die vorgestellten Ergebnisse verdeutlichen, dass insbesondere Verdünnungs- und Treibwasser einen relevanten Einfluss auf den Wasserverbrauch in Papierfabriken haben. Diskutiert wurden verschiedene Ansätze zur Reduzierung des Wasserbedarfs sowie Möglichkeiten zur weiteren Nutzung von Prozesswasser. Die Ergebnisse sollen nun in Form eines ZELLCHEMING-Merkblatts und weiterer Fachpublikationen veröffentlicht werden.

Ein weiterer Schwerpunkt waren aktuelle regulatorische Entwicklungen. Vorgestellt wurden die Überlegungen zur Anpassung der BfR-Empfehlung XXXVI für Lebensmittelkontaktpapiere sowie der Stand der Überarbeitung des europäischen BREF-Dokuments für die Papier- und Zellstoffindustrie. Die künftigen Anforderungen werden unter anderem die Bereiche Emissionen, Ressourcenverbrauch, Dekarbonisierung und Chemikalienmanagement betreffen.

Diese Themen unterstreichen die wichtige Rolle des Fachausschusses als Plattform für den fachlichen Austausch zu technologischen und regulatorischen Herausforderungen der Papierindustrie.

 
 
 
 

Neues Glossar: Mikrobiologie in der Papierfabrikation

 

In der Ausbildung zum Papiermacher oder im Ingenieursstudium wird das Wissen um mikrobiologische Vorgänge in der Papierproduktion nur wenig vermittelt. Gerade in der komplexen Welt der Papierindustrie kann dies ein Nachteil sein, denn Mikroorganismen können Prozesse immer wieder empfindlich stören – oder aber auch positiv beeinflussen. Da Papier ein nachhaltiges Produkt ist, sollte auch das Verständnis der Mikrobiologie dazu beitragen, die Nachhaltigkeit zu stärken.

In vielen Veranstaltungen (beispielsweise der ZELLCHEMING-Expo oder Online-Seminaren zur Nachhaltigkeit) hat der ZELLCHEMING-Fachausschuss Mikrobiologie (MBIO) erfahren, dass das Interesse an dieser Thematik vorhanden ist, die Zusammenhänge jedoch nicht leicht zu erkennen sind.  Daher hat der FA MBIO die Idee umgesetzt, ein Glossar zu erstellen, das sich speziell mit der Mikrobiologie in der Papierfabrikation befasst. Das Glossar wird stetig erweitert.

Im ersten Schritt beschäftigt sich der Fachausschuss mit Mikroorganismen und den damit verbundenen Problemen wie pathogenen Mikroorganismen, Ablagerungsneigung und Biofilm, Geruch und Verderb sowie Störstoffen. Jedem Thema ist ein umfassendes Kapitel gewidmet und letztlich wird alles von vielen Seiten betrachtet. Weitere Themen werden folgen.

Da Schulungseinrichtungen einzelne Fachausschuss-Mitglieder mit der Bitte um die Erstellung von Nachschlagedokumenten angesprochen haben, stellt der Fachausschuss das Glossar ihnen direkt zur Verfügung. Mitglieder des Vereins haben Zugriff auf das Dokument im geschützten Mitgliederbereich und auch Nicht-Mitglieder erhalten einen niederschwelligen Zugang. Bitte kontaktieren Sie Cornelia Gembus für weitere Informationen.

 
 
 

Aus dem Netzwerk

 

Last Call: Jetzt für das Women4Paper Mentoring-Programm 2026/2027 bewerben!

 

Sie möchten Ihre fachliche und persönliche Entwicklung gezielt voranbringen, Ihr Netzwerk in der papier- und faserbasierten Industrie ausbauen und von den Erfahrungen einer erfahrenen Mentorin profitieren? Dann nutzen Sie jetzt die Gelegenheit zur Bewerbung für das Women4Paper Mentoring-Programm 2026/2027.

Das Programm des ZELLCHEMING-Frauennetzwerks unterstützt die Weiterentwicklung von Führungs- und Kommunikationskompetenzen, fördert den Erfahrungsaustausch über Unternehmens- und Bereichsgrenzen hinweg und bietet wertvolle Impulse für die persönliche Karriereplanung. Vorgesehen sind überwiegend Online-Treffen der Mentoring-Tandems im Abstand von sechs bis acht Wochen.

Die Bewerbungsfrist endet am 16. Oktober 2026. Ziel ist die Bildung von drei Mentoring-Tandems. Das Kick-off-Meeting findet im Dezember 2026 statt.

Interessierte können sich bei Petra Hanke informieren und anmelden. Kontakt: p.hanke@zellcheming.de.

 
 
 
 

Webinar: Mehr aus bestehenden Anlagen herausholen: Stellhebel für Effizienz in der Faser- und Papierindustrie

 

Energie- und Rohstoffkosten bleiben eine der größten Herausforderungen für die Faser- und Papierindustrie. Dabei liegt in vielen bestehenden Anlagen erhebliches Einsparpotenzial brach, ohne dass aufwendige Umbauten oder Investitionen in neue Geräte nötig wären.

In diesem Webinar zeigt das ZELLCHEMING-Mitgliedsunternehmen Anssum AG (Schweiz), ein Ingenieurberatungsunternehmen für Regelungstechnik und Prozessoptimierung, wo in der Prozessführung typischerweise ungenutzte Effizienzreserven liegen und wie diese mit den vorhandenen Maschinen erschlossen werden können, ohne Umbau oder Produktionsstillständen. Im Mittelpunkt des Webinars stehen praktische Erfahrungen und konkrete Beispiele aus der Industrie.

Anschließend besteht ausreichend Zeit für offene Diskussion: Fragen, eigene Erfahrungen und Austausch sind ausdrücklich erwünscht.

Termin: 29. Oktober 2026, 9:00 Uhr
Dauer: ca. 45–60 Minuten (Vortrag max. 30 Minuten, Rest offene Diskussion)

Anmeldungen sind ab sofort über den folgenden Link möglich: 
https://forms.gle/PGnzo9CFmgN68rmn6

 
 
 

Faserstoffsymposium 2026 – Vortragsprogramm jetzt online!

 
 

Pflanzenfasern bilden die Basis vieler zukunftsorientierter Werkstoffe und Anwendungen. Doch welche Potenziale stecken wirklich in ihnen? Und wie lassen sich neue Faserquellen, Verfahren und Produkte effizient, nachhaltig und marktfähig gestalten?

Erfahren Sie mehr beim Branchentreffen der Faserstoffindustrie – dem gemeinsamen Faserstoffsymposium 2026 von ZELLCHEMING und PTS. In vorweihnachtlicher Atmosphäre wartet auf Sie unter dem Leitmotiv „Was leistet meine Faser?“ ein spannendes Vortragsprogramm sowie ein atmosphärisches Abendprogramm in der barocken Dresdner Innenstadt.

Das
Vortragsprogramm finden Sie gemeinsam mit weiteren Details zum Symposium ab sofort auf folgender Website: Faserstoffsymposium 2026. Mitglieder des Vereins ZELLCHEMING erhalten 25% Rabatt auf die Tagungsgebühren.

 
 
 

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Chairperson: Dr.-Ing. Frank P. Meltzer
VAT-ID-No.: DE111672129
Amtsgericht Offenbach am Main VR 6101

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